Datenformate XRechnung und ZUGFeRD

Bei elektronischen Rechnungen an Behörden sind ab dem 27. November 2020 bestimmte Standards gefordert. Nachdem es sich um eine europäische Richtlinie handelt, müssen sich jetzt auch die deutschen Unternehmen mit dem Thema beschäftigen. Die EU-Staaten gehen durch Einführung der elektronischen Rechnung von Einsparungen im Milliardenbereich aus. Dazu müssen noch einige Gesetze verabschiedet werden. Hier gibt es seit 2014 das ZUGFeRD-Format oder seit 2017 auch die XRechnung.

Eingabe von Daten auf einem Laptop

Schon 2005 hat die dänische Regierung eine Richtlinie eingeführt, die vorschreibt, dass Rechnungen an Behörden in einem elektronisch lesbaren Format gestellt werden müssen. Nachdem die Dänen hiermit jährlich 100 Millionen Euro sparen, ist es kein Wunder, dass andere europäische Länder wie Schweden, Finnland, Italien und Österreich nachgezogen haben. Nun hat das europäische Parlament beschlossen, elektronische Rechnungen europaweit einzuführen.

 

Als Datenformate gibt es das ZUGFeRD-Format oder seit 2017 auch die XRechnung. Für cimERP wird bereits eine Schnittstelle zu ZUGFeRD entwickelt, um die elektronische Rechnung in dem geforderten Format erstellen zu können. ZUGFeRD in der Version 1.0 unterstützt leider die Anforderungen für die Rechnungsstellung an Behörden nicht. Der Nachfolger ZUGFeRD 2.0 ist aber schon in der Planungsphase und unterstützt dann auch die rechtlichen Vorgaben für B2G.

Im B2G-Bereich fordert das Gesetz, dass alle Rechnungen ab 1000 Euro als elektronische Rechnungen gestellt werden. Hierbei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Formaten. Während XRechnung eine maschinenlesbare XML-Datei ist und somit für Menschen nicht lesbar ist, so geht ZUGFeRD den Weg, normale PDFs zu verwenden, bei denen maschinenlesbare Daten mit eingebettet werden (Hybrid Format). So bleibt das Dokument weiterhin für Menschen lesbar, denn die eingebetteten Daten sind lediglich eine maschinenlesbare Repräsentation der PDF Datei.

Der große Vorteil von ZUGFeRD ist und bleibt die Möglichkeit, einfach (und ohne Ankündigung oder Absprachen) an jeden Kunden ZUGFeRD Rechnungen zu verschicken. Dieser kann – muss aber nicht – die eingebetteten Daten lesen, um seine Betriebsabläufe zu vereinfachen. Es ist hierbei nicht nötig, einen teuren Vertrag wie bei EDI  abzuschließen.

Formate zur elektronischen Rechnung

Hier eine Kurzübersicht über die Formate (vgl. iX 4/2018):

 

XRechnung
Verabschiedet: 10.05.2017
Dateiendung: .xml
hybrid: NEIN
B2G: JA
B2B mit Absprache: JA
B2B ohne Absprache: NEIN
B2C: NEIN
technische Basis: UBL, UN/CEFACT CII

 

ZUGFeRD 1.0
Verabschiedet: 25.06.2014
Dateiendung: .pdf
hybrid: JA
B2G: NEIN
B2B mit Absprache: JA
B2B ohne Absprache: JA
B2C: JA
technische Basis: UN/CEFACT CII

 

ZUGFeRD 2.0
Verabschiedet: NEIN
Dateiendung: .pdf
hybrid: JA
B2G: JA
B2B mit Absprache: JA
B2B ohne Absprache: JA
B2C: JA
technische Basis: UN/CEFACT CII

Schnittstellen zu cimERP

Wir sind dabei, den Standard ZUGFeRD 1.0 und XRechnung zu implementieren. Dies geschieht sowohl auf der Ausgangsseite (Erstellen von konformen XML-, bzw. PDF-Dateien) als auch auf der Eingangsseite (Automatisches Einlesen von ZUGFeRD / XRechnung). Aufgrund der vielen Vorteile und der Möglichkeit, die geforderten Behördenrechnungen zu stellen, ist das Format ZUGFeRD 2.0 momentan die interessanteste Alternative und wir werden so bald wie möglich auch diesen Standard in unser Portfolio aufnehmen.

 

Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder wünschen Sie weitere Informationen? Sprechen Sie uns hierzu einfach an.

Kontakt: news@cimdata-sw.de

Zurück

Quicknavigation

Software

Service

News

Kontakt

Impressum

Datenschutzerklärung

Kontakt

Tel. +49 (0)9082 95 961-0
Fax +49 (0)9082 95 961-15
E-Mail: infocim@cimdata-sw.de

 

 

cimdata software GmbH

Hohentrüdinger Str. 11
D-91747 Westheim
Deutschland

 

 

Support

Teamviewer


 

 

 

 

 

Copyright 2018 cimdata software GmbH | All Rights Reserved